TANGOBAR LEIPZIG

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Die Leipziger Baumwollspinnerei, gegründet 1884, wurde innerhalb von 25 Jahren zur größten Baumwollspinnerei in Kontinentaleuropa. Sie betrieb Baumwollplantagen in Deutsch-Ostafrika und verarbeitete in Leipzig auf 100.000 m² mit 240.000 Spindeln. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die Produktion eingestellt.

Das Areal wurde von Künstlern, Handwerkern und Freiberuflern übernommen. Es beherbergt zwölf Galerien und rund 100 Künstler, darunter Neo Rauch und Rosa Loy. Architekturbüros, eine Fahrradmanufaktur, Modedesigner, Drucker, eine Goldschmiede, eine Keramikwerkstatt, ein Kino und gastronomische Einrichtungen haben hier Platz gefunden.

Die „Halle 14“ wurde zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst umgebaut. Die Kosten von etwa 1,2 Millionen Euro wurden größtenteils durch das Projekt Stadtumbau Ost finanziert und mit dem Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege ausgezeichnet.

Halle 7 wurde 2019 renoviert und beherbergt nun das LOFFT und das Leipziger Tanztheater. Ein geplanter Umzug des Naturkundemuseums wurde aus Kostengründen und statischen Problemen gestoppt. Die Leipziger Baumwollspinnerei bleibt ein einzigartiges Zentrum für Kultur und Kreativität in Leipzig.

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2001

2002