BESETZTES HAUS ERFURT
Die Besetzung des Topf-und-Söhne-Geländes in Erfurt begann am 12. April 2001 und endete am 16. April 2009 mit einer Polizeiräumung. Das stillgelegte Werksgelände des Ofenherstellers J. A. Topf und Söhne wurde durch die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen an die Domicil Hausbau GmbH verkauft, die eine Neubebauung plante. Während der achtjährigen Besetzung fanden Informationsveranstaltungen zur Geschichte des Unternehmens und der Verstrickung mit den Nationalsozialisten statt. Das Gelände wurde als Treffpunkt der linken Szene genutzt. Am 3. April 2009 ordnete das Landgericht Erfurt die Räumung an, die am 16. April 2009 mit einem Großeinsatz der Polizei erfolgte. Der Abriss der Gebäude außer dem Verwaltungsgebäude begann sofort. 2011 wurde im Verwaltungsgebäude der Erinnerungsort Topf & Söhne eröffnet, der eine Ausstellung zur Unternehmensgeschichte beherbergt.
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